Kanzlei-SEO: Der ultimative Leitfaden zur Suchmaschinenoptimierung für Rechtsanwälte und Steuerberater

Ein kleines Vorwort

Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Anwalts- oder Steuerberatungskanzleien ist eine der besten Möglichkeiten, Ihren Traffic zu erhöhen und mehr Kunden für Ihre Kanzlei zu gewinnen. Mit den ununterbrochenen Weiterentwicklungen in der Technologie und im Internet, wird Marketing viel vielfältiger und es gibt neuere und effizientere Wege, Kunden zu Ihrem Unternehmen zu führen.

Wir wissen, wie es Ihnen geht. Sie haben wahrscheinlich „SEO“ bereits durch die konstanten Spam-E-Mails oder gar Telefonanrufe kennen lernen müssen. Sie könnten auch von anderen sogenannten „SEO-Unternehmen“ verschreckt worden sein, die riesige Ergebnisse versprechen, aber nur Ihr Geld nehmen. Ich möchte einen anderen Weg versuchen um Ihr Vertrauen zu gewinnen. Schauen Sie sich in diesem SEO-Guide, ausgerichtet auf die Bedürfnisse von Steuerberatern und Anwälten, an, was SEO ist und, sofern Sie dies möchten, machen Sie es einfach nach. Sie lernen mit dieser Anleitung die nötigen Grundlagen, um Suchmaschinenoptimierung für Kanzlei-Websites zu verstehen. Vielleicht entscheiden Sie auch, anhand dieser leicht verständlichen Anleitung eines komplizierten Prozesses, die Optimierung Ihrer Kanzlei-Website selbst in die Hand zu nehmen. In jedem Fall jedoch sind Sie, am Ende dieses Artikels in der Lage zwischen den zuvor genannten „SEO-Unternehmen“ und echten SEO-Agenturen zu unterscheiden, da Sie sich selbst ausreichend Grundlagenwissen angeeignet haben, um auf Augenhöhe zu kommunizieren.

Es geht vorgenannt um einen ersten Schritt, optimale Ergebnisse bedürfen allerdings einer Menge Geschick und auch Praxis. Aber das soll Sie nicht davon abhalten selbst aktiv zu werden!

Da die meist genutzte Suchmaschine im DACH-Raum Google ist, gehe ich nachfolgend nur auf die Möglichkeiten dort ein. Das Ziel ist es, Ihre Kanzlei-Website auf die erste Seite der Suchergebnisse, besser noch auf die erste Position auf dieser zu bringen (Randbemerkung: verspricht eine Agentur Ihnen eine solche Platzierung, dürfen Sie diese gerne vor die Tür setzen!). Erreichen Sie es, dass Ihre Website zu den richtigen Suchbegriffen auf Platz 1 geführt wird, können Sie davon ausgehen, dass Sie ihr Geschäft signifikant ausbauen können. Vorausgesetzt natürlich, Ihre Website ist ebenfalls dahingehend optimiert. Doch nun genug der Worte, steigen wir ein, in die Welt der Suchmaschinenoptimierung für Anwälte und Steuerberater!

Inhaltsverzeichnis

Suchmaschinen-Statistiken für Kanzleien

Die potenziellen Mandanten suchen viel öfter bei Google nach lokal ansässigen Steuerberatern und Anwälten, als Sie vielleicht denken. Es ist nicht wie in den alten Zeiten, wo man die Anzeige auf der Titelseite im Telefonbuch kaufen und das Telefon klingeln lassen konnte. Es ist jetzt wichtig, Ihr Denken und Handeln Ihres Kanzleimarketings auf Internet-Marketing umzustellen oder zumindest es zu ergänzen. Dieser Abschnitt, so kurz er auch ist, zeigt Ihnen auf, warum das Internet  unglaublich wichtig für Anwälte ist:

  • 96% der Befragten werden eine Suchmaschine benutzen, um eine Kanzlei zu finden
    (Google Consumer Survey, Nov 2013).
  • 74% der Befragten werden die Website der Kanzlei besuchen, bevor sie sich entscheiden, diese zwecks Terminvereinbarung anzurufen
    (Google Legal Services Study Sept. 2013).
  • 85% der Befragten werden Anwendungen wie Google Maps nutzen, um Kanzleien und ihren Standort zu finden
    (Google Legal Services Study Sept. 2013).

Diese Zahlen stammen aus dem Jahr 2013 (leider gibt es bislang keine aktuelleren Umfragen zu diesem konkreten Thema). Andere Studien haben aber auf allen Ebenen gezeigt, dass das Wachstum des Bereichs Online insgesamt ein rasantes Wachstum hingelegt hat, sodass man auch die zuvor genannten Daten noch steigern können dürfte. Selbst wenn die Zahlen sich nicht verändert haben, sehen Sie sehr deutlich, wie wichtig es für Sie ist, Ihre Kanzlei-Website für Suchmaschinen zu optimieren. Des Weiteren kommt hinzu, dass mehr und mehr dieser Suchanfragen von mobilen Geräten ausgeführt werden und damit einher auch die Zugriffe auf die Kanzlei-Seiten über diese Geräte rasant ansteigen. Eine entsprechende Optimierung für mobile Geräte ist also ebenso unausweichlich, wie eine ausgereifte SEO-Strategie. Ob Ihre Website für die Anzeige auf mobilen Geräten ausgelegt ist, können Sie beispielsweise kostenfrei auf der Website https://search.google.com/test/mobile-friendly überprüfen. Schauen Sie dabei unbedingt, ungeachtet des Ergebnisses, auf die Vorschaue. Oftmals bedeutet „nutzbar“ nicht, dass ein Besucher die Seite auch nutzen wollen würde, da sie optisch einfach nicht ansprechend ist.

Aufbau der Suchergebnisseiten bei Google

Bevor Sie überhaupt versuchen, Ihre Kanzlei-Website in den Suchmaschinen zu positionieren, müssen Sie sie verstehen und die Faktoren kennen, die zu Rankings beitragen. Es kann auch nicht schaden, den Unterschied zwischen einigen der Ergebnisse zu kennen, die Sie sehen, wenn Sie einen juristischen Begriff suchen. Es gibt verschiedene Optionen, auf die Sie in Bezug auf bezahlten und organischen Traffic klicken können, sowie Kartenauflistungen, die lokale Unternehmen im Umkreis Ihres aktuellen Standortes anzeigen.

Der beste Platz um angezeigt zu werden, ist im organischen Bereich der Ergebnisse und der Kartenauflistung, dem sogenannten 3-Map-Pack.

Bezahlte Suchergebnisse (Pay-Per-Click)

Pay-per-Click (PPC) ist eine weitere Form der Ergebnisse auf einer Google-Suchseite und es ist eine Möglichkeit für Webmaster, Suchverkehr von Google zu kaufen. Sie sind gut, weil Sie umgehend an der Spitze der Ergebnisse erscheinen. Allerdings können Sie, insbesondere in der rechtlichen Nische, eine sehr teure Rechnung nach sich ziehen. Besonders spezielle Fachbereiche rufen Preise im hohen 2/3-stelligen Bereich auf, die es pro Klick zu zahlen gilt.

Aber auch nicht so spezielle Bereiche haben ihren Preis (exemplarisch):

steuerberater hamburg | 6,74 €
steuerberater münchen | 5,41 €
vertragsrecht anwalt hamburg | 9,64 €
vertragsrecht anwalt münchen | 6,99 €
scheidungsanwalt münchen | 10,65 €
scheidungsanwalt hamburg | 9,53 €

Dieser Preis wird mit jedem Klick auf Ihre Werbeanzeige fällig. Das kann sich sehr schnell summieren. Da wir uns in vielen Bereichen an den Verhältnissen in den USA orientieren, ist davon auszugehen, dass die Preise in der Zukunft deutlich steigen werden. Dort sind Klickpreise zwischen $30-$350 im Rechtsbereich keine Seltenheit und je höher Sie für das Suchergebnis bieten, desto größer ist die Chance, dass Sie in dieser Position an erster Stelle erscheinen (zusammen mit mehreren anderen Faktoren wie z.B. Ihrer Anzeigenqualität). Sie können die bezahlten Ergebnisse sehen, wenn Sie einfach nach einem Suchbegriff für Ihre Kanzlei, wie etwa „Steueranwalt Köln“, suchen. Sie liegen über den organischen Ergebnissen und auch über den Kartenauflistungen. Dennoch ist es so, dass Suchende tendenziell bei den meisten Suchanfragen  eher auf die unbezahlten organischen Ergebnisse klicken. Hier kommt dann SEO zur Verbesserung der Position innerhalb der organischen Suchergebnisse zum Tragen.

Allerdings können bezahlte Suchergebnisse ein guter Weg sein, um Keywords zu testen. So lässt sich gegebenenfalls gut ermitteln, welche Suchbegriffe besser für Ihre SEO-Kampagnen geeignet sind und darüber hinaus können PPC-Kampagnen schnelle, wenn auch teure, Ergebnisse erzielen.

Kartenauflistungen, das 3-Map-Pack.

Ein weiterer Abschnitt der Ergebnisse, die Sie in den SERPs sehen können, wenn Leute nach Kanzleien suchen, sind Kartenauflistungen. Das sind Ergebnisse von Unternehmen in der näheren Umgebung zum Suchenden. Wenn Sie weiter in diesem Leitfaden lesen, werden Sie sehen, dass diese Kartenauflistungen einfach zu erstellen sind und Ihrer Kanzlei helfen können, viele Kontakte zu generieren. Routinemäßig sehe ich Kanzleien, die ihren Google Business Map-Eintrag nicht beansprucht oder erstellt haben, obwohl er kostenlos ist. Das ist verschenktes Potenzial!

Name - Adresse - Telefonnummer

Organische Suchergebnisse

Das sind die Ergebnisse, die von Googles Algorithmus ausgewählt wurden, um für einen Suchbegriff unterhalb der bezahlten Anzeigen (und gegebenenfalls unter dem 3-Map-Pack) angezeigt zu werden. Google berechnet Ihnen kein Geld für die Anzeige, wie sie es für ihre Werbe-Anzeigen tun. Die Suchergebnisse der ersten Seite für ein Schlüsselwort werden angezeigt, weil diese Websites die Suchanfrage (gemäß der von Google vermuteten Suchintention) des Suchers beantworten. Wenn ein Ergebnis von Google so gewählt wird, dass es ganz oben in den Suchergebnissen der ersten Seite steht, bedeutet dies, dass diese bestimmte Seite eine höhere Autorität hat (die später erklärt wird) und für die Suchbegriffe, die eingegeben wurden, relevanter ist als die anderen Einträge darunter.

Googles Algorithmus, oder besser Googles Algorithmen (und auch die, anderer Suchmaschinen), wählen bestimmte Websites aus verschiedenen Gründen aus, um an der Spitze der Suchbegriffe zu stehen. Es gibt viele Faktoren, die zu dieser heiß begehrten Position beitragen.

Warum ist Suchmaschinenoptimierung für Anwälte besser geeignet als Suchmaschinenwerbung?

Der Unterschied zwischen Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA), beides Teile von Suchmaschinenmarketing (SEM), ist, betrachtet man es vereinfacht, dass bei SEO Maßnahmen ergriffen werden, die Ihre Webseite so in den Suchergebnissen positionieren, dass ein kontinuierlicher Besucherstrom auf Ihre Webseite geleitet wird. Diese Maßnahmen brauchen Zeit zu reifen und schlagen nicht sofort zu Buche. Eine eher nachhaltige Strategie. Beim SEA hingegen werden umgehend Besucher auf Ihre Website geleitet, für die Sie aber je Benutzer Geld bezahlen müssen – ungeachtet dessen, ob dieser Besucher letztlich zum Mandanten wird oder nicht. Nachhaltigkeit gibt es da nicht, denn sobald Sie keine Werbung mehr schalten, kommen auch keine weiteren Besucher mehr. Hinzu kommt, dass bei sauber aufgebauten SEO-Aktivitäten Inhalte generiert werden, welche zu mehr als nur einem bestimmten Begriff gute Positionen erreichen und auch Abstraktionen gefunden werden, wohingegen man in der Werbung die Suchbegriffe weitgehend klar umreißen muss.

Wichtig bei dem Vergleich ist auch, dass viele Sucher bevorzugt auf die Ergebnisse der organischen Ergebnisse (also die durch SEO bedingten) klicken. Bei manchen Suchanfragen ist das Verhältnis sogar bei 90% der Klicks auf die organischen Ergebnisse und nur 10% auf die bezahlten Werbeergebnisse. Die Leute vertrauen den Suchergebnissen von Google und stehen Werbeanzeigen von Grund auf eher skeptischer gegenüber.

Selbst wenn Sie die SEO-Maßnahmen an einen professionellen Dienstleister abgeben, ist dies mittelfristig deutlich günstiger als das Schalten der Werbeanzeigen. Ein kleines Rechenbeispiel:

Das Suchvolumen der für Sie relevanten Begriffe liegt bei etwa 800 Anfragen. Sie schalten Werbung zu einem Preis von, wir nehmen einen niedrig angesetzten Schnitt, knapp 7,50 EUR.  Wir nehmen an, dass die Werbeanzeige so gut gestaltet ist, dass etwa die Hälfte der Suchenden auf die Anzeige klickt. Das bedeutet, sie haben monatliche Kosten in Höhe von 3000 EUR für diese Besucher. Bedenken Sie, schalten Sie keine Werbung mehr, kommen auch keine Besucher mehr. Sie sind also an diese Kosten gebunden! Da sich Preise natürlich auch verändern, kann es sein, dass der Preis ein wenig sinkt, die Chance ist aber groß, dass der Preis eher steigt – insbesondere, wenn man sich anschaut, wie sich die Preise in den letzten Jahren veränderten und wo die Preise beispielsweise in den USA bereits sind (siehe oben).  

Berücksichtigt man die Preise und Preisentwicklung, kann der logische Schritt für eine auf längere Zeit angelegte Kampagne nur sein, eine SEO-Agentur zu beauftragen.

Warum SEO für Kanzleien?

Mehr Exposition | Gezielter Traffic | Höherer ROI

Es gibt so viele Vorteile, die für SEO sprechen, welche viele Kanzleien aber nicht sehen. Nicht wenige halten weiterhin an den traditionellen Marketingmethoden fest, die einen niedrigeren „Return Of Invest“ (ROI; Verhältnis zwischen Investition und Gewinn – Rentabilität) als Internet-Marketing erzielen. Das heißt nicht, dass traditionelle Methoden nicht mehr funktionieren, sondern vielmehr, dass sich die Anwälte und Steuerberater nicht an die neuen Marketingtrends für Kanzleien anpassen. Um Ihnen zu helfen zu verstehen, wie Ihre Kanzlei von SEO profitieren kann, gebe ich Ihnen hier paar Punkte an die Hand, die es verdeutlichen:

Mehr Exposition – Einer der Hauptgründe für eine SEO-Kampagne ist, dass sie, durch die erhöhte Sichtbarkeit in Google, mehr Besucher (potenzielle Kunden) auf die Website Ihres Unternehmens treibt. Google empfängt täglich Milliarden von Suchanfragen aus der ganzen Welt, und die meisten dieser Suchanfragen beziehen sich auf Dienstleistungen und Informationen. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass 8-9 von 10 Suchenden nicht über die erste Suchergebnisseite (SERP) hinaus klicken, es also einen enormen Unterschied macht, ob man bei einer normalen Suchergebnisseite auf Platz 8 oder 12 residiert. Die erste Seite hat gewöhnlich 10 Positionen zuzüglich kaufbarer Werbeflächen. Berücksichtigt man weiterhin, dass sich der größte Anteil im oberen Drittel der Ergebnisse abspielt, sprich, die meisten Suchenden die Ergebnisse 1-3 anklicken, wird schnell klar, dass Seite 2 keine Option ist und das Ziel das obere Drittel der Ergebnisse ist. Dort hin kann es ein langer und auch steiniger Weg, mit vielen Anpassungen und Optimierungsschritten sein. Aber es lohnt sich!

Gezielter Traffic – Wenn Leute bei Google nach einem Begriff suchen, suchen sie nach etwas Bestimmtem. Sie haben bereits eine grobe Vorstellung von den Informationen, nach denen sie suchen, und wenn sie ein bestimmtes Suchergebnis sehen, das zu dem passt, was sie zu brauchen glauben, werden sie darauf klicken. Mit SEO können Sie gezielt diese Suchbegriffe auf Ihrer Website sinnvoll verordnen und so gezielt Besucher akquirieren. Die Keyword-Recherche ist ein elementarer Bestandteil jeder SEO-Maßnahme, wie wir später sehen werden und entscheidet zu einem Großteil, ob die Maßnahmen Erfolge erzielen oder nicht.

Höherer ROI – SEO nimmt eine Menge Arbeit in Anspruch, aber es ist eine sehr gute und vor allem langfristige Strategie für Kanzleien. Zwar ist es vorab ein großer Arbeitsaufwand, der aber mit steigenden Rankings (Positionen) in aller Regel weniger wird. Es bedarf aber immer eine gewisse Pflege der Ergebnisse. Ein weiterer angenehmer Effekt von SEO ist, dass die Kosten dafür durch Eigenleistung minimiert werden können. Sie können die nötige Zeit selbst aufbringen und die Arbeiten, Messungen und Analysen der Ergebnisse komplett selbst vornehmen – sofern Ihr Arbeitsalltag dies zulässt. Bei anderen Werbeformen ist diese Möglichkeit im Grunde ausgeschlossen. Um eine andere Werbekampagne zu bedienen fallen immer wiederkehrende Kosten an. Natürlich, wenn Sie die Suchmaschinenoptimierung, auf Grund des Aufwands und der Zeit, an einen SEO (dies kann auch für den Suchmaschinenoptimierer selbst stehen) übergeben, fallen auch da in den meisten Fällen wiederkehrende Kosten an. Diese sind aber meist deutlich geringer als die Kosten anderer Marketingdienstleistungen. Dazu aber später mehr.

Beeinflussende Faktoren für SEO

Es gibt eine Vielzahl von Einflussfaktoren (viele sprechen von über 200), die zu einem hohen Ranking in Google beitragen (einige davon sind bestätigte, andere unbestätigte Spekulationen). Der Google-Algorithmus soll schwieriger zu verstehen sein, weil sie wissen, dass SEO-Experten versuchen, ihn zu manipulieren, um höhere Rankings zu erhalten. Wir werden über einige davon in diesem Leitfaden sprechen, aber hier vorab ein kurzer Überblick über die wichtigsten Faktoren:

Backlinks

Sie sind fast immer das Erste woran gedacht wird und auf das man aufmerksam gemacht wird, wenn man sich mit jemandem über Rankings in den Suchergebnissen von Google unterhält. Der künstliche Aufbau zwecks Manipulation der Rankings ist seitens Google untersagt und früher wurde man, wenn man dabei erwischt wurde, mit einem Penalty (Abstrafung) belegt und verlor seine Positionen. Heute verhält sich das in vielen Fällen leicht anders – auch wenn es ähnlich aussieht. Heute verliert man nur die, durch den künstlichen Aufbau gewonnen, Positionen und das wirkt dann ähnlich wie eine Penalty – ist aber nicht das Gleiche, da man nur da steht, wo man eben ohne diese aufgebauten Links sowieso stünde und nicht weit ab vom Schuss.

Ihr Ziel muss also sein, Links zu erarbeiten, die nicht das primäre Ziel haben, Ihre Positionen in den Suchergebnissen zu verbessern, sondern den Lesern dort einen entsprechenden Mehrwert zu bieten. Er muss auf thematisch relevanten (zumindest also eine Überschneidung der Zielgruppen haben) Seiten platziert werden. Je höher die Wertigkeit der verlinkenden Seite ist, desto mehr wirkt sich der Link auf die Autorität Ihrer Seite aus, was dann wiederum Effekte auf Ihre Rankings hat. So ist also ein Link von einer Behörden-Seite als wertiger zu erachten als der vom Feinkostladen um die Ecke. Ausgenommen, um bei diesem sicherlich etwas abstrusen Beispiel zu bleiben, Sie haben sich auf Feinkostläden in Ihrer Beratung spezialisiert. Dann könnten Sie Ihre Inhalte mit den Inhalten des Feinkostladens in eine Relation setzen und exemplarisch für „Anwalt/Steuerberater für Feinkostläden“ bessere Rankings erzielen. Das aber auch nur, wenn die Feinkost-Seite selbst auch entsprechende Signale transportieren kann, sprich wertig genug zu diesem Thema ist. Mit dem Thema Backlinks kommen viele weitere Aspekte, wie beispielsweise Ankertexte, Autoritätskennzahlen oder Spam und Relevanz ins Spiel, auf die ich aber später erst näher eingehen möchte.

Inhalt

Wie schon bei den Backlinks angerissen, ist Relevanz ein wichtiger Faktor. Um eine Relevanz zu einem Thema zu erreichen, ist es wichtig, dass Sie exzellente Inhalte bereitstellen, aus denen die Suchmaschine ableiten kann, dass Sie ein Thema voll umfänglich betrachten und folglich wissen, wovon Sie reden. Das heißt konkret, Ihre Kanzlei-Website benötigt einige gute und qualitativ hochwertige Inhalte, die entsprechend strukturiert sind. Verstehen Sie Ihre Inhalte ergänzend als Dämpfungsfaktor für Ihre Backlinks. Ist der Inhalt semantisch sauber strukturiert und für die Suchmaschinen les- und auswertbar, ist der Effekt der eingehenden Links stärker, als wenn dies nicht der Fall ist. Stimmt also der Hintergrund der Backlinks nicht zu Ihren Inhalten oder ist Ihre Website nicht relevant genug, wirkt sich das dämpfend und im Umkehrfall stärkend auf die Positionen aus. Heben Sie sich durch Ihre Kanzlei-Website von anderen Kanzleien ab. Liefern Sie Mehrwert. Informieren Sie Ihre Besucher – Die Suchmaschinen werden es Ihnen durch eine gute Sichtbarkeit danken und die Besucher Ihrer Webpräsenz nehmen Sie als kompetent war.

Technisches SEO

Hierbei geht es darum, dass die Website schnell geladen werden kann, Meta-Tags korrekt eingesetzt werden, möglicherweise Inhalte in strukturierten Daten ausgewiesen werden und die Website auch auf den unterschiedlichsten Geräten sauber dargestellt werden. Man kann sich das technische SEO als Fundament für fast alle anderen SEO-Maßnahmen vorstellen. Egal was Sie tun, damit Ihre Kanzleiwebseite gut besucht wird, wenn die technischen Grundlagen nicht passen, Ihre Seite also vielleicht zu lange braucht um geladen zu werden, wird der Besuch nicht fortgesetzt und somit die Chance auf einen Mandanten vertan. An dieser Stelle benötigen Sie, auch wenn es kein SEO ist, einen Helfer, der sich der technischen Seite annimmt und verschiedene Einstellungen vornimmt und jemanden, der in der Lage ist, Ihre Seite entsprechend zu manipulieren, dass besagte Meta- und Schema-Angaben eingebunden werden (können). Dies geht teilweise automatisch, abhängig vom Inhalt, teilweise aber auch nur durch manuelle Eingriffe.

Es gibt eine Menge mehr Faktoren, die Einfluss auf die Rankings Ihrer Kanzleiwebseite in den Ergebnislisten der Suchmaschinen haben, diese sind aber die Wichtigsten. Alles darüber hinaus ist Feintuning und kann und sollte erst dann angegangen werden, wenn die in diesem Guide bereitgestellten Informationen bereits umgesetzt sind.

Google Maps Einträge / Google My Business für Rechtsanwälte und Steuerberater

Google Maps Einträge sind sehr wichtig für lokal ansässige Unternehmen, weil sie in den Google-Suchergebnissen über den organischen Ergebnissen angezeigt werden, wenn Leute nach lokalen Orten suchen. Auch die Suche nach Anwälten und Steuerberatern sind meist lokal ausgerichtet und nicht national – mit wenigen Ausnahmen. Es erfordert nicht viel Aufwand und Optimierung Ihrer Kanzlei-Website (On-Page), sondern mehr Off-Page-Arbeit.

Wie erstellt man einen Google Maps Eintrag?

Der Ablauf der Inanspruchnahme eines Google Maps Eintrags ist für viele Kanzleieigentümer abschreckend, weil es verwirrend sein kann, wenn man sich nicht sicher ist, was man tun muss. Dabei ist es relativ einfach und erfordert lediglich, dass Sie Ihre Website bei Google Maps einreichen und warten, bis Sie eine Postkarte erhalten, um Ihr Geschäft zu bestätigen (manchmal ist es auch nur ein Anruf von Google).

Um Ihnen dabei zu helfen, Ihr Unternehmen hinzuzufügen und mit dem Ranking in Google Maps anzufangen, hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

  1. Schritt Eins – Seit Google das Maps Listing in den kostenfreien Google My Business Account integriert hat, ist es recht einfach geworden. Wenn Sie zuvor ein Google Places-Konto hatten, stehen die Chancen gut, dass alle Ihre Geschäfts- und Firmeninformationen ohnehin bereits übertragen wurden. Hier können Sie sich einen Google My Business Account erstellen.
  2. Schritt Zwei – Sobald Sie Ihr Geschäft hinzugefügt oder gefunden haben, stellen Sie sicher, dass alle Informationen, die Sie hinzufügen, korrekt sind und füllen Sie alles so gut wie möglich aus. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Kontaktinformationen, Öffnungszeiten, Bilder, Videos, Dienstleistungen, die angeboten werden, die Adresse der Firmenwebsite usw. angeben.
  3. Schritt Drei – Jetzt können Sie wahrscheinlich Ihre Daten speichern und Ihren Eintrag bestätigen. Wenn Sie sich für die Postkartenprüfung entschieden haben, sendet Google eine Postkarte an die Adresse Ihres Unternehmens mit einem Zahlencode, mit dem Sie Ihren Eintrag bestätigen können. Manchmal können Sie Ihren Eintrag aber auch auf andere Weise verifizieren, z.B. per E-Mail oder Telefon.
  4. Schritt Vier – Sobald Sie Ihren Google My Business Eintrag eingerichtet haben und zur Übersicht weitergeleitet werden, ist es an der Zeit, alle Details Ihrer Kanzlei hinzuzufügen.
  5. Schritt Fünf – Nachdem Sie alle oben genannten Schritte abgeschlossen haben, sollten Sie Ihren Eintrag doppelt überprüfen und sich einige Zeit nehmen, um das My Business Dashboard zu erkunden und die Besonderheiten des Systems kennenzulernen. Es mag zunächst verwirrend sein, jedoch wird es in Zukunft von Vorteil sein, es zu kennen, beispielsweise wenn Sie Informationen aktualisieren müssen.

Hinweis: Wenn Sie eine Postkarte anstelle einer Telefon- oder E-Mail-Überprüfung anfordern mussten, wird Ihr Eintrag erst dann live geschaltet, wenn Sie ihn mit der Postkartennummer verifiziert haben.

Map Listing Optimierung

Eine Kartenauflistung zu haben ist großartig, aber auch ziemlich sinnlos, wenn Sie sich am unteren Ende des Stapels befinden und nicht in den ersten drei Ergebnissen, welche direkt angezeigt werden. Glücklicherweise kann dies mit ein wenig Optimierung erreicht werden. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, wie Sie Ihre Kartenauflistung optimieren und höhere Kartenrankings für Ihre Anwaltskanzlei erhalten können. Unter den ersten drei Ergebnissen zu sein ist entscheidend, weil diese für die möglichen Klienten direkt sichtbar sind, wenn sie nach lokalen Orten, also auch Anwälte oder Steuerberater, suchen.

Erwähnungen

Wenn es um Google Maps Rankings geht, sind Erwähnungen ein enormer Faktor. Wir werden später in diesem Beitrag näher darauf eingehen, was besagte Erwähnungen sind und wie man sie erstellen kann. Im Wesentlichen enthalten sie mindestens Ihren Firmennamen, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer (NAP). Ein Beispiel hierfür wären Einträge in den Gelben Seiten.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Firmenname, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer (NAP) korrekt und konsistent sind – dies hilft nicht nur Kunden, Sie zu finden und zu kontaktieren, sondern vor allem auch, Ihr Kartenranking zu verbessern. Wenn ich von Konsistenz schreibe, meine ich, dass die Angaben überall gleich sein sollen. Wo auch immer Ihr NAP auftaucht, muss er gleich sein, damit eine saubere Zuordnung und damit Aufwertung des Google Maps Rankings anhand dieses Signals stattfinden kann.

Name - Adresse - Telefonnummer

Wählen Sie die beste Kategorie für Ihr Unternehmen

Das ist wirklich hilfreich für den Suchenden bei seiner Suche nach spezifischen Dienstleistungen und hilft Ihnen auf lange Sicht. Je spezifischer die Kategorie, desto besser, da sie Google dabei hilft, Ihr Angebot für relevantere Sucher sichtbar zu machen.

Fügen Sie Fotos hinzu

Versuchen Sie ein paar hochauflösende Fotos von Ihrer Firma, Ihren Mitarbeitern und Ihnen selbst hinzuzufügen, um den Leuten zu zeigen, wer Sie sind und mit wem sie arbeiten werden. Dies baut direkt im ersten Moment eine Beziehung auf und schafft, grundlegende Sympathie vorausgesetzt, eine Steigerung des Vertrauens.

Binden Sie eine Google Map in Ihre Website ein

Das Einbinden der Google Map in Ihre Website, hilft Google dabei Ihre Anschrift zu verifizieren und der Anzeige der Website zu diesem Ort mehr Relevanz beizumessen.

Holen Sie sich 5-Sterne-Rezensionen

Dies ist einer der wichtigsten Schritte bei der Optimierung Ihres Maps Listing, denn Google legt Wert auf Bewertungen. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Kunden um Bewertungen bitten und sicherstellen, dass sie positiv sind. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, wie Sie Bewertungen anfordern können. Ein paar davon möchte ich Ihnen hier mit auf den Weg geben.

Gute Bewertungen von Kunden für Ihre Anwaltskanzlei

Bewertungen für Kanzleien zu bekommen, kann auf den ersten Blick scheinbar eine Herausforderung sein. Der Ablauf ist aber tatsächlich recht einfach. Das Gute daran ist, dass es Google nichts ausmacht, wenn Sie aktuelle oder frühere Kunden um Bewertungen bitten (solange Sie sie nicht dafür entlohnen).

Erinnern Sie die Klienten, eine Rezension nach ihrem Fall zu hinterlassen

Nachdem der Fall des Klienten abgeschlossen ist, sollten Sie mit ihnen sprechen und sie wissen lassen, dass sie eine E-Mail mit einem Link erhalten, um eine Rezension Ihrer Kanzlei zu veröffentlichen (es kann sinnvoll sein, nur die Klienten mit erfolgreich abgeschlossenen Fällen darum zu bitten).

Fassen Sie nach

Nachdem der Klient Ihre Email, mit der Bitte um Bewertung, erhalten hat, können Sie gerne nochmals nachfragen, sofern diese ausblieb. Überlegen Sie sich genau, wie sie das Angebot zur Bewertung, als auch das Nachfassen, formulieren. Sie möchten Ihre Klienten nicht überfahren. Wichtig ist allerdings zu verstehen, dass Bewertungen elementar für eine Spitzenposition innerhalb der Kartenanzeigen sind. 

Befolgen Sie die Richtlinien

Lesen Sie sich die Google Review Richtlinien durch. Zusammengefasst steht darin, was dazu führen kann, dass eine Bewertung gelöscht werden kann. Da wäre, unter anderem, das Bewerten von Service-Stationen aus, die in Ihrer Kanzlei stehen oder auch, wenn Sie für die Bewertung eine Gegenleistung anbieten. Ebenso werden gefälschte Rezensionen mit Löschung geahndet.

Nutzen Sie die Goldene 5-Sterne Bewertung

Vertrauensbildende Signale steigern die Abschlussrate auf Ihrer Website. Daher sollten Sie, wenn Sie eine solche 5-Sterne Bewertung erhalten, nicht scheuen, diese auf Ihrer Website anzuzeigen.

Erstellen Sie einen separaten Abschnitt auf Ihrer Website für Testimonials und Rezensionen und stellen Sie sicher, dass potenzielle neue Kunden wissen, dass Sie eine positive Erfahrung liefern und Fälle gewinnen können.

Wenn Sie alle oben genannten Schritte befolgen, haben Sie ein sehr gut optimiertes Google My Business Listing und sollten in kürzester Zeit einen hohen Rang im Map Pack einnehmen. Denken Sie daran, dass Bewertungen nicht nur Ihre SEO- und Kartenauflistung beeinflussen, sondern auch Ihr Vertrauen und Ihre Glaubwürdigkeit online und offline. Rezensionen sind ein sozialer Beweis und sie sind ein mächtiges Instrument, um neue Kunden zu gewinnen! Unterschätzen Sie nie eine gute Kritik.

Erstellen von Zitaten/Erwähnungen und Verzeichnislisten

Ein riesiger Ranking-Faktor für Websites von Steuerkanzleien und Anwaltskanzleien sind Zitate und Erwähnungen. Google liebt sie, da sie bestätigen, dass Sie ein seriöses Unternehmen sind, welches sich auf eine bestimmte Sparte bzw. Fachrichtung spezialisiert hat. Zitate sind im Wesentlichen kleine Ausschnitte aus Ihrem Unternehmen und Kontaktdaten, beispielsweise auf Behörden-Websites.

Diese Zitate enthalten kritische Details wie Ihren Firmennamen, Adresse und Telefonnummer (NAP) zusammen mit anderen Dingen wie Ihrem Website-Link und einer Beschreibung Ihres Unternehmens. Es gibt eine Menge Stellen, denen Sie Zitate von glaubwürdigen und autoritären Websites bekommen können.

Warum sind Erwähnungen und Zitate für Steuerberater und Rechtsanwälte wichtig?

Zitate fügen Relevanz, Glaubwürdigkeit und Kontext zu Ihrer Website hinzu und sagen Google, dass Sie ein legitimes Unternehmen sind und dass Sie einen bestimmten Bereich bedienen. Viele Zitate im Internet bestätigen Google, dass Sie ein echtes Unternehmen sind und genau das sind, was Sie sagen. Google will keine Websites ranken, die keine echten Unternehmen darstellen, also verlässt es sich auf andere Websites, um zu bestätigen, ob Unternehmen den Suchern angezeigt werden sollen oder nicht.

Wie bereits erwähnt, ist Ihre Branche eine sehr stark umkämpfte. Da helfen Zitate und Erwähnungen sehr gut, um Webseiten, die keine Nennungen erfahren, im Kampf um den ersten und damit gewinnbringendsten Platz, zu überholen.

Die verschiedenen Arten von Zitaten

Es gibt zwei verschiedene Formen des Zitierens, die Sie anwenden können, um Ihr Kanzleimarketing im Bereich SEO zu stärken:

Strukturierte Zitate – Dies sind Zitate, die Sie von Online-Verzeichnissen und Verzeichnissen erhalten können. Alles, was Sie tun müssen, ist ein Konto zu erstellen und Ihre geschäftlichen Informationen zu hinterlegen.

Unstrukturierte Zitate – Dies sind Zitate, die sich ein wenig von Ihrem durchschnittlichen Angebot unterscheiden. Sie sehen anders aus und sind oft in Blogeinträgen, Pressemitteilungen, Nachrichtenartikeln und anderen Online-Plätzen zu finden.

Die goldene Regel bei der Erstellung von Zitaten für Anwaltskanzleien

Eine wichtige Sache, an die Sie sich erinnern müssen, wenn Sie Zitate erstellen, ist, dass Sie sicherstellen müssen, dass Sie Ihre Kontaktinformationen/Geschäftsinformationen (NAP) über das Internet konsistent halten. Dies nicht im Auge zu behalten kann ein fataler Fehler sein, da Google die Einträge gegebenenfalls als nicht zusammengehörig interpretiert und damit wertvolle Indikatoren für Ihre Relevanz verloren gehen.

Keyword-Recherche für Anwälte und Steuerberater

Die Keyword-Recherche wird von Anwälten und Steuerberatern gleichermaßen oft nicht oder nicht ausreichend durchgeführt. Dabei ist sie das Fundament, um gute Suchergebnispositionen zu erreichen und stellt die Basis für auf Klienten zugeschnittene Inhalte dar.

Da die juristische und die steuerrechtliche Branche hart umkämpft ist, gibt es ein paar Dinge, die zu beachten sind. Recherchieren Sie Keywords, also Schlüsselbegriffe, für die zwar ein geringeres Suchvolumen vorliegt, der Wettbewerb aber gegebenenfalls noch nicht zu sehr darauf fokussiert ist. Hier kommt der Spruch „Kleinvieh macht auch Mist“ sehr schön zum Tragen. Orientieren Sie sich lieber auf 10 Suchbegriffe, mit jeweils 100 Suchen im Monat als auf einen Suchbegriff mit 1000 Suchen im Monat. Diese Vorgehensweise bringt mehrere Vorteile mit sich.

Zum einen ist es leichter, zu diesen eine gute Ergebnisposition zu erreichen und zum anderen, wenn aus irgendeinem unvorhersehbaren Grund, ein Suchbegriff in den Ergebnissen nach hinten rutscht, bricht nicht der gesamte Besucherstrom weg, sondern eben nur ein Bruchteil. Außerdem ist bei diesen Begriffen in aller Regel ein konkreteres Bedürfnis erkennbar. Setzen Sie also, zumindest anfangs, auf so genannte Long-Tails (Die Suche bestehend aus mehreren Worten), statt auf Short-Heads (Einzelbegriffe).

Letztlich, mit der vorhandenen Liste an Keywords, strukturieren Sie Ihre Inhalte thematisch durch. Erstellen Sie Keyword- und Inhaltscluster, die sich jeweils gegenseitig stärken. Gelingt Ihnen ein Thema über diese Vorgehensweise strukturiert und sauber abzubilden, steigt die Wertigkeit der von Ihnen bereitgestellten Informationen an und Ihre Positionierung wird insgesamt besser.

Das Segmentieren Ihres Kanzleiangebots

Skizzieren Sie die vielen Unterbereiche Ihrer Spezialisierung. Schauen Sie, welche konkreten Fälle Sie im vergangenen und aktuellen Jahr hatten, um es sich leichter zu machen.

Diese Liste hilft Ihnen später bei der Ausarbeitung zielgerichteter Inhalte für Ihre Webpräsenz, die durch thematische Zusammengehörigkeiten ein Gesamtbild Ihres Angebots erstellen.

Verwenden von Tools zur Keyword-Recherche für Ihr Online-Kanzleimarketing

Der vorgenannte Weg bringt Sie zwar schnell zu einer ansehnlichen Liste an für Ihre Kanzlei relevanten Begriffe, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Sie wissen nicht, ob und wie oft nach den generierten Begriffen gesucht wird. Darüber hinaus entgehen Ihnen vielleicht ähnlich gelagerte Mandate, die Sie nun nicht aufgeschrieben haben.

Aus diesem Grund bietet es sich an, dafür ausgelegte Werkzeuge zu nutzen. Eines dieser Werkzeuge kommt ebenfalls aus dem Hause Google, der Keyword Planner. Leider zeigt dieser Ihnen ganz konkrete Suchvolumen nur in einer unbrauchbaren Spanne an – zur Suche von alternativen Begriffen jedoch und um ein Gefühl für die Begriffe zu bekommen ist er aber dennoch gut geeignet. Sollten Sie Suchmaschinenwerbung anstreben oder gar bereits betreiben, wird er schon deutlich konkreter, da er dann genauere Suchvolumen anzeigt. Bedenken Sie aber, dass auch diese Werte nur in Relation zu anderen Begriffen betrachtet werden sollten. Keine Anzeige ist zu 100% akkurat!

Eine beliebte Alternative, die auch gleichzeitig eine Schwierigkeit ermittelt und mit ausgibt, Ihnen also aufzeigt, wie schwer es vermutlich ist, zu diesem Suchbegriff eine gute Suchposition zu erreichen, ist das keywordtool.io, welches absolut empfehlenswert ist.

Struktur der Kanzlei-Website

Das Online Marketing, konkreter Ihre SEO-Maßnahmen, wird durch die Struktur Ihrer Kanzlei-Seite unterstützt. Dies ist aber nicht der Hauptgrund für eine sauber und übersichtlich strukturierte Kanzlei-Website. Der Hauptgrund ist der Besucher Ihrer Website – findet er sich zurecht, hat er leichte Einstiegspunkte um mit Ihnen in Kontakt zu treten? Das sind die elementaren Fragen, die Sie sich stellen müssen. Ein Nebeneffekt ist, dass eine gute Benutzerführung ebenfalls von Google mit besseren Positionen belohnt wird. Kanzlei SEO sollte sich folglich auch um die Struktur kümmern!

URLs und Domains

Ein Aspekt, der direkt mit der Struktur der Anwaltseite / Steuerberaterseite zusammen hängt, ist, welche Domain sie wählen (oder gewählt haben) und wie die URLs (Adressen der Unterseiten) aufgebaut sind. Hier können Inhalte geclustert werden – sprich, so aufgebaut sein oder werden, dass der Benutzer anhand der Struktur problemlos erkennen kann, wo er sich gerade befindet und auch erkennt wie tief in der Hierarchie der Website er steht.

Für kurzfriste Erfolge können Sie eine Domain wählen, welche Ihr Hauptkeyword widerspiegelt, mittelfristig ist der Weg über eine Brandingdomain besser. Sie bleiben flexibler in der Ausgestaltung Ihrer Webpräsenz und gemeinhin wird Ihre Kanzlei besser mit den Inhalten assoziiert als dies der Fall wäre, wenn Sie eine Domain nutzen, die sich nur auf eine konkrete Fall-Situation bezieht. Hier ist der Aufbau der eigenen Reputation und der eigenen Marke im Vordergrund – alle eventuellen Vorteile einer aufs Keyword abgestimmten Domain sind ohnehin ein aussterbender Faktor und verlieren zunehmend an bedeutung.  

Achten Sie aber in jedem Fall darauf, dass die Adresse so kurz als möglich und bestenfalls leicht zu merken ist. https://muster.de/ueber-uns/ ist deutlich leichter zu merken als https://muster.de/allgemeine-informationen/kanzlei/ueber-uns/ oder gar https://muster.de/index.php?pageId=2134

Achten Sie also darauf, dass eine so genannte sprechende URL entsteht (nicht wie im letzten Beispiel), die leicht merkbar ist und die aufzeigt, was sich auf der Seite befindet.

Website-Hierarchie

Das Einrichten einer guten Website-Hierarchie ist wichtig, weil es Web-Crawlern (also den Suchmaschinenbots, die Ihre Website in die Ergebnislisten aufnehmen) hilft, Ihre Website einfacher zu durchlaufen und die Erfahrung Ihrer Benutzer zu verbessern. Die Hierarchie ist eine Organisationshilfe. Nehmen Sie sich ein Beispiel an großen und erfolgreichen Websites, wie beispielsweise Amazon.de, die Meister sind, ihre Inhalte strukturiert und hierarchisch korrekt aufzubauen. Gestalten Sie Ihre Hierarchie logisch und einfach, ohne sie zu verkomplizieren.

On-Page SEO im Kanzleimarketing

On-Page SEO bedeutet, dass man sich um die Dinge kümmert, die auf der Webseite selbst passieren. Es hat nichts mit etwaigen Maßnahmen außerhalb der Webseite zu tun und muss vor den Off-Page-Aktivitäten stimmen, damit diese ihre volle Wirkung entfalten können.

Mit geeigneten On-Page-Maßnahmen ermöglichen Sie es den Suchmaschinen Ihre Seite zu lesen und sie besser zu verstehen. Dies ist eine notwendige Grundlage um in den Suchergebnissen zu den richtigen Suchworten gefunden zu werden. Heißt konkret, haben Sie keine stimmigen Titel oder kaum Inhalte auf Ihrer Website, kann Google keine Relationen zu Themen herstellen und sie damit nicht ranken. Nochmal, wenn die Inhalte On-Page nicht stimmen, sind die Effekte der Off-Page-Maßnahmen deutlich geringer oder überhaupt nicht spürbar. Manche Seiten ranken sogar nur durch die pure On-Page-Aktivität – dies allerdings nur in Bereichen mit schwachem Wettbewerb.

Content Is King

Diesen Spruch haben Sie sicherlich schon einmal gehört, wenn Sie sich mit Suchmaschinen beschäftigt haben. Leider wird er ziemlich inflationär gebraucht und meist verstehen die Leute nicht, was das genau bedeutet – insbesondere im SEO-Bereich gibt es viele, die Stein und Bein auf Backlinks (also Links von externen Seiten auf die Ihre) schwören und felsenfest behaupten, dass die Inhalte sekundär sind.

Betrachten wir die Verbindung zwischen den Maßnahmen, erkennt man, dass dem nicht so sein kann. Googles wichtigstes Ziel ist, dass der oder die Suchende, nach dem Klick auf ein Ergebnis in seiner Liste zufrieden ist. Nur ein mit den Ergebnissen zufriedener Benutzer wird die Suchmaschine weiterhin nutzen – erhält er also regelmäßig nicht stimmige Ergebnisse, ist dies für Google selbst nachteilig. Nun gibt es verschiedene Wege, wie Google die Zugehörigkeit zu einem Thema ableiten kann. Zum einen wäre da der Inhalte und zum anderen der Link einer anderen Seite.

Um die Relevanz des Links auf der anderen Seite aber zu berücksichtigen, muss der Inhalt der auf Ihre Seite verlinkenden Seite geprüft und bewertet werden. Womit wir beim Inhalt sind. Wenn Google also den Inhalt der verlinkenden Seite berücksichtigen muss, wäre es unsinnig, wenn dies nicht auch mit der verlinkten Seite passieren würde, um zu prüfen in wie weit diese Seiten sich ergänzen und dem Benutzer so eine befriedigende Lösung für sein Anliegen zu bieten.

Nimmt man weiter an, dass ein Link eine Empfehlung darstellt, muss geprüft werden, ob der Inhalt qualitativ so hoch angesiedelt ist, dass die Empfehlung realistisch ist. Nur so kann Google den künstlichen Aufbau der Verlinkungen erkennen und für sich in der Wertigkeit herabstufen. Kehrseitig, hat eine Seite vermeintlich viele Inhalte, welche sich noch dazu vom Wettbewerb unterscheiden, sind Links und Social Signals die einzigen Möglichkeiten, die Qualität der Seite abschließend zu bewerten. Das heißt, eingehende Links und qualitativer Inhalt gehören im Grunde zusammen.

In Punkto qualitativer Inhalte ist dafür Sorge zu tragen, dass dieser nichts aufgewärmtes und bereits zig Mal verfügbares ist. Woher sollte Google auch sonst wissen, dass Ihre Seite die beste Zielseite ist, wenn die besagten Inhalte weder individuell sind, noch etwas zu bieten haben, was dem Nutzer dienlich ist. Qualität besteht also aus ausreichendem Inhalt um eine Suchintention ausreichend zu bedienen und mittlerweile auch aus Faktoren wie, exemplarisch, die Lesbarkeit und Struktur.

Sie lesen gerade einen sehr langen Text zum Thema SEO für Rechtsanwälte/SEO für Steuerberater, wäre dieser Artikel nicht mit Bildern, Grafiken und entsprechenden Sprungmarken versehen, welche den Leser, also Sie, an die Hand nehmen, wären Sie sicherlich bereits wieder gegangen. Dass Sie bis hierhin gelesen haben zeigt also, ist der Inhalt ausreichend umfangreich und dabei nicht ermüdend uninteressant, bringt er dem Leser Nutzen – er ist zufrieden und dankt es mit entsprechend langer Aufenthaltszeit.

Die Länge eines Textes hängt dabei aber von verschiedenen Faktoren ab. Schreiben Sie beispielsweise über einen banalen Punkt, der nicht viel Inhalt zu bieten hat, ist es völlig sinnfrei, diesen künstlich aufzublähen. Ist das Thema allerdings komplexer, bremsen Sie sich nicht, sondern umfassen es vollständig. Halten Sie sich immer an die Devise „So viel wie nötig, so wenig wie möglich!“ – was nichts anderes heißt als, handeln Sie ein Thema so weit ab, dass alles dazu gesagt ist, aber kein Geschwafel drin ist. Viele Worte sind nämlich nicht zwingend ein Symbol für gute Inhalte.

Keywords

Keywords haben wir bereits angesprochen, sie sind die elementare Grundlage, um für Besucher und Suchmaschinen relevante Inhalte anzubieten. Hoffentlich hat Ihnen der Abschnitt über die Keyword-Recherche soweit geholfen, dass Sie nun bereits eine Liste der für Sie wichtigen Keywords haben. Ihre Keywords sollten sich auf der von Ihnen erstellten Seite verteilen, dabei aber nicht künstlich klingen. Sie können sie gegebenenfalls auch anpassen, damit sie in einem Satz einen Platz finden.

Wie verteilt man Keywords auf der Seite?

Angenommen Sie wollen das Keyword „Steuerberater Jahresabschluss Homburg“ adressieren. An den nachfolgenden Stellen sollten dann Versionen Ihres Keywords untergebracht werden:

Seitentitel – Ihr Seitentitel könnte in etwa „Ihr Steuerberater für den Jahresabschluss in Homburg | Steuerbüro XYZ“ lauten. Grundsätzlich sollten so wenig wie möglich Füllwörter genutzt werden. Allerdings muss der Seitentitel ansprechend sein, da er in den Suchergebnissen prominent angezeigt wird und zum Klicken animieren soll.

Meta-Beschreibung – Ihre Metabeschreibung sollte maximal etwa 175 Zeichen lang sein. Allerdings werden hier gerade, im Feldversuch, andere Werte zum Tragen kommen – seit Dezember 2017 ist es möglich, Meta-Beschreibungen mit einer Länge von bis zu 320 Zeichen in den Suchergebnissen anzeigen zu lassen. Dies ist aber noch kein feststehender Wert, sodass man besser mit einer Description beginnt, die etwas über das ursprüngliche Ziel hinausgeht, aber bei einem Abtrennen nach dem 175. Zeichen den Sinn nicht verliert. Werden mehr Zeichen angezeigt, erweitern Sie Ihre Description gerne, denn je mehr Fläche Sie in den SERPs (Suchergebnisseiten) einnehmen, desto eher werden Sie geklickt.

Inhaltlich ist die Meta-Beschreibung dazu da, den Sucher oder die Sucherin direkt in den Suchergebnislisten abzuholen, ihr Interesse zu wecken. Das könnte je nach Keyword beispielsweise „Sie suchen einen bestbewerteten Steuerberater in Homburg? Rufen Sie unter xx xxxx xxxxxxxxx!“

Hauptüberschrift – Ihre Hauptüberschrift ist die Überschrift, die im H1-Tag steht. Also die wichtigste, da sie Ihnen die Möglichkeit bietet, mit ihr einen Leser für den gesamten Text zu gewinnen. Beispielsweise „Schnell und unkompliziert zur Steuerberatung“ oder etwas ähnliches. Bestenfalls können Sie direkt die ursprüngliche Suche adressieren.

Unterüberschriften – Dies sind die Überschriften H2-H6  in Ihrem Inhalt. Der Sinn ist, dass die Inhalte auf der Seite sinnvoll strukturiert sind. Dies kann man mit Unter oder Zwischenüberschriften recht gut erreichen. Nahezu jedes Thema lässt sich in weitere Unterthemen aufsplitten und wenn Sie dies durch eine saubere Überschriften-Hierarchie darstellen können, können die Leser auch schnell zu den, für sie relevanten Inhalten, springen.

Seiteninhalt – Verteilen Sie relevante Begriffe und Synonyme dieser ganz normal im Text. Das A und O ist, dass die echten Besucher (also nicht die Crawler) sich in den Text hineinfühlen können. Sich damit identifizieren können. Ihn wirklich erfassen und aufnehmen können. Was allerdings zu empfehlen ist, umfassen Sie den Inhalt mit ihrem Hauptkeyword, das heißt, haben Sie dieses im ersten Absatz, recht weit zu Beginn und auch im letzten Absatz ihres Textes nochmal.

Bilder – Nutzen Sie ausschließlich Bilder, die zu Ihrem Inhalt passen. Achten Sie bei der Verwendung von Bildern darauf, dass Sie ihm einen passenden Namen wie „Steuerkanzlei.jpg“ geben und fügen Sie dem Bild einen alt-Attribut hinzu, welches das Bild beschreibt. Dieses wird einerseits den Besuchern angezeigt, die Ihre Website mit einem Lese-Hilfsmittel aufsuchen und zum anderen auch dann gezeigt, wenn das Bild sich nicht laden lässt.

Betrachtet man nur diese unterschiedlichen Stellen, an denen die wichtigen Keywords untergebracht werden können, stellt sich unweigerlich die Frage, „wie viele davon?“. Dazu gibt es aber leider keine bestimmte Zahl, nach der Sie sich einfach nur richten brauchen. Der Inhalt muss für Ihre potenziellen Mandaten gut konsumierbar aufbereitet werden und die entsprechenden Keywords werden eingearbeitet – aber immer so, dass der Lesefluss Ihrer Website-Besucher nicht gebremst wird. Hier gilt der Spruch „weniger ist mehr“. Nutzen Sie im Zweifel Synonyme oder Worte, die dem eigentlichen Keyword beschreibend nahekommen – also der Sinn bestehen bleibt, obgleich das Keyword nicht direkt genutzt wurde.

Interne und externe Verlinkung

Die Art und Weise, wie Sie Ihre Website strukturieren, hat sich bereits als wichtiger Faktor für das Ranking erwiesen. Interne und externe Verlinkung weisen auf die Struktur der Website hin und es ist wichtig, Ihre Inhalte miteinander zu verknüpfen (interne Verlinkung) sowie auf andere hochwertige Webseiten zu verlinken (externe Verlinkung).

Es ist eine bewährte Praxis, Ihre Unterseiten miteinander zu verknüpfen, um den Linkjuice, eine Kennzahl von Wertigkeit, weiterzugeben und jeder Seite damit eine zusätzliche Gewichtung zum Aufbau von Autorität zu geben.

Eine gute Faustregel ist, intern auf Seiten zu verlinken, die Sie in den Suchergebnissen stärken möchten – aber auch hier auf Relevanz achten. So können Sie beispielsweise von einer Seite, die sich ganz allgemein mit dem Thema Scheidung befasst, auf Ihr Angebot als Scheidungsanwalt verlinken um diese zum Thema Scheidungsanwalt zu stärken.

Verlinken Sie gerne nach draußen und haben Sie keine Angst, dass Ihre potenziellen Klienten dadurch verloren gehen, geschweige denn, dass Sie dadurch einen Nachteil gegenüber den Suchmaschinen haben. Leider hat sich irgendwann eine Art Linkgeiz bei vielen ausgebreitet, der es inzwischen deutlich schwieriger macht, auf normalem Wege sichtbar zu werden. Internetseiten, die keinerlei externe Verlinkungen haben, haben nachweislich schlechtere Rankings als jene, die auch ausgehende Links haben. Es gilt aber auch hier das Gebot der Themennähe! 

Mein genereller Tip: Stellen Sie sich vor, Ihre Internetseite ist ein reines Nebenprodukt Ihres Hobbys. Stellen Sie sich vor, Sie sind leidenschaftliche/r Angler/in und erstellen zum Thema Angeln eine kleine Website. Was würden Sie tun? Sie würden Inhalte produzieren, weil Sie vielleicht stolz darauf sind, dass sie immer wieder mal riesige Fische an Land ziehen. Sie würden Geschichten vom Wochenende erzählen. Sie wären fast schon redselig. Sie würden Ihr Angel-Equipment beschreiben und den Hersteller verlinken, ebenso wie etwaige Produkttests oder auch Veranstaltungen, die sich um Ihr Hobby drehen. Sie würden Ihre Lieblingsfischgründe liebevoll umschreiben. Sie würden auf verschiedene Produkte eingehen. All das ist, auch für Ihre geschäftliche Website, durchaus sinnvoll. Erzählen Sie aus Ihrem Alltag, werden sie nahbar für Ihre Mandanten.  

Bild- und Videooptimierung

Bilder

Wenn Sie Bilder und Videos auf Ihren Websites einbinden (wozu ich Ihnen dringend raten möchte), müssen Sie sicherstellen, dass diese korrekt optimiert sind. Dies ist etwas, was viele Anwälte (und im Allgemeinen eine Menge von SEO Experten für Kanzleien) vergessen, wenn sie für die Suchmaschinen optimieren.

Wenn Sie Bilder zu Ihren Webseiten hinzufügen, gibt es eine Reihe von Dingen, die Sie mit ihnen machen müssen.

Im ersten Schritt prüfen Sie die Dimensionen des Bildes, welches Sie auf Ihrer Kanzlei-Webseite verwenden. Oftmals werden Bilder mit deutlich größeren Dimensionen verwendet als sie tatsächlich angezeigt werden. Dies ist ungünstig, da große Bilder auch eine größere Dateigröße haben, was sich negativ auf die Seitenladegeschwindigkeit auswirkt.

Wenn die Bilder die richtigen Dimensionen haben, sollten Sie diese im zweiten Schritt komprimieren. Das geschieht mittels Hilfsprogrammen, die überflüssige Bildinformationen entfernen und so weiter das „Gewicht“ des Bildes reduzieren.

Denken Sie an die, bereits oben erwähnten alt-Attribute für Ihre Bilder, welche das Bild beschreiben. So haben Menschen mit Sehbehinderungen die Möglichkeit die Inhalte des Bildes zu erfassen und auch die Suchmaschinen können die Bilder verwerten.

Beim Speichern Ihrer Bilder verwenden Sie bestenfalls stimmige Bezeichnungen. Der Dateiname DSC124412.jpg reicht zwar aus, um es eindeutig identifizierbar zu machen, jedoch sagt er nichts über den Inhalt aus. Eine Zuordnung zu einem Thema ist folglich für Suchmaschinen nur schwer möglich. Verschenken Sie diesen Platz der Optimierung auf bestimmte Begriffe also nicht und wählen ein zu Ihren Keywords (und dem Bild natürlich) passenden Dateinamen.

Videos

Wenn Sie auch Videos auf der Website Ihrer Anwaltskanzlei veröffentlichen möchten, verwenden Sie einen auf Videos spezialisierten Anbieter, der es Ihnen ermöglicht das Video auf Ihrer Website einzubetten. Das Laden von Videos von einem solchen Anbieter ist in der Regel deutlich effizienter als auf dem eigenen Webspace. Hier empfiehlt sich YouTube, da man über das Speichern der Videos dort einen weiteren Kanal aufgreifen kann, der für Ihre Webseite wirbt.

Auch hier ist es wichtig, dass Sie so viele Informationen wie möglich transportieren. Nutzen Sie die Videobeschreibung und platzieren Sie einen Link zu Ihrer Homepage. 

Seiten-Tags

Die Optimierung aller Ihrer Meta-Tags auf Ihren Seiten ist wichtig für Ihr OnPage-SEO. Die Zahl der möglichen Meta-Tags ist riesig, daher kann ich nun nicht auf alle eingehen. Hintergrund ist, dass es etliche Möglichkeiten gibt, wie diese eingesetzt gehören und dies immer ganz konkret im Kontext Ihrer gesamten Internetpräsenz zu bewerten ist. Hier aber die beiden, die in jedem Fall vorhanden sind, wenn Sie eine Kanzlei-Webseite haben und die man dementsprechend betrachten muss.

Title-Tag – Der Title-Tag definiert, wie der Name sagt, den Titel der Seite und sollte direkt Aufschluss darüber geben, worum es bei Ihrer Webseite geht. Machen Sie dies klar, aber kurz und anschaulich. Der Seitentitel für Ihre Startseite könnte beispielsweise „Fachanwalt für Verkehrsrecht in Homburg | Kanzleiname“ lauten. Wichtig ist der Title deshalb, weil er in den Suchergebnissen der Punkt ist, der am auffälligsten von den Suchenden wahrgenommen wird.

Meta-Beschreibung – Auch die Meta-Beschreibung wird oftmals, sofern Google keinen anderen Teil Ihrer Website as relevanter erachtet, angezeigt. Daher nutzen Sie die Meta-Beschreibung als Aufmerksamkeitsfänger und Möglichkeit, den Suchenden zum Handeln zu animieren. Die erwünschte Handlung, der Klick auf Ihr Ergebnis, kann auf unterschiedlichste Art und Weise provoziert werden. Seien Sie kreativ!

Seitengeschwindigkeit

Die Seitengeschwindigkeit Ihrer Anwaltsseite oder Ihrer Steuerberaterseite ist ein elementarer Suchmaschinenoptimierungsfaktor. Je länger eine Webseite lädt, desto größer ist die Rate derer, welche die Seite, teilweise ungesehen, wieder verlassen. Sie vergeben, mit einer langen Ladezeit, die Chance, überhaupt mit dem Besucher in Kontakt zu treten, ihm Ihre Botschaft mitzugeben.

Da Google eine möglichst hohe Zufriedenheit bei den Suchenden erlangen möchte, werden Seiten, die sehr lange brauchen um geladen zu werden, in der Positionierung benachteiligt. Geht man einfach von sich selbst aus, ist das ein nachvollziehbarer Schritt. Ungeachtet dessen, wie sich die Ladezeit auf die Suchmaschine auswirkt, haben Studien ergeben, dass die Besucher ab 2 Sekunden Ladezeit drastisch weniger wurden und keine weiteren Inhalte konsumieren.

Der einfachste Weg, eine langsam ladende Website zu verbessern, ist die Optimierung der Bilder (siehe oben). Nachfolgend sehen Sie weitere Möglichkeiten zur Optimierung der Seitenladengeschwindigkeit. 

Wege, um eine Website zu beschleunigen

  • Komprimierung aktivieren (GZip)
  • Die Anzahl der Umleitungen, falls vorhanden, reduzieren
  • Implementieren von Browser-Caching mit Hebelwirkung
  • Implementieren von Caching serverseitig
  • Verkleinern des Webseiten-Codes (HTML, CSS und JavaScript)
  • Optimierung der Dateigrößen von Bildern
  • Wechseln des Anbieters, bei dem Ihre Website gehostet wird, wenn die Geschwindigkeit an der Technik liegt und nicht an den Einstellungen.
  • Bei Auslieferung in verschiedene Länder kann die Nutzung eines CDN sinnvoll sein.

Der Inhalt einer Kanzlei-Website

Wenn Sie alle vorgenannten Schritte sorgfältig abgearbeitet haben, ist es jetzt an der Zeit, Inhalte zu erstellen, sofern Sie nicht schon welche haben.

Den Fokus legen wir hier auf Serviceseiten, die Ihr Angebot kommunizieren sollen. Als Basis nehmen wir die erstellte Keyword-Liste zur Hand. Diese Liste ist eine Mischung aus Fachgebieten und Orten. Von dieser Liste nehmen Sie den Ort weg, den Sie als Hauptort auserkoren haben. Diesen werden Sie nämlich auf der Startseite unterbringen. Alle anderen Orte erhalten besagte Serviceseiten.

Nehmen wir als Beispiel den Verkehrsanwalt in Homburg. Die Klienten kommen aber auch aus dem Umfeld. Homburg ist groß genug um die Startseite für Homburg auszulegen. Die umliegenden Städte werden mittels Serviceseiten abgehandelt. So gibt es dann, wieder exemplarisch, eine Seite über die nächste größere Stadt, auf der Sie beispielsweise eine Statistik der Verkehrsunfälle und -delikte transportieren und in welchen der Bereiche Sie hier helfen können. Wichtig ist, dass jede der Serviceseiten einzigartige Inhalte hat. Das bloße Austauschen des Städtenamens wird nicht von Erfolg gekrönt sein und wenn es ganz schlecht läuft, erhalten Sie sogar eine Abstrafung – dies sollte in jedem Fall vermieden werden.

Soll es einen Kanzlei-Blog geben oder nicht?

Ein Blog kann auf mehreren Ebenen hilfreich für Ihre Website sein. Dennoch frisst er auch Ressourcen, die an anderer Stelle vermutlich besser aufgehoben sind. Man kann sagen, dass ein gut geführter Blog durchaus auch Aufwand bedeutet, den Sie möglicherweise gar nicht leisten können.

Liefern Sie frische Inhalte – zeigen Sie Aktivität auf Ihrer Website

Dennoch, wenn es Ihnen möglich ist, erstellen Sie einen gut gepflegten Blog! Er bietet eine fast einmalige Chance stetig neue Inhalte auf Ihre Präsenz zu bringen, ohne dass bestehende Inhalte geändert werden müssten. Das stetige Bearbeiten der Website wird ein positives Signal für die Suchmaschine darstellen, da sie merkt, dass die Website nicht verwaist ist, sondern regelmäßige Pflege erhält.

Bloggen Sie für Ihre Leser spannende und packende Inhalte. Inhalte die bestenfalls einen Teil auftretender Fragen ausmacht. Hier braucht es einen Mittelweg. Arbeiten Sie ein für Ihren Fachbereich relevantes Urteil, in leicht verständlichen Worten, auf. Geben Sie Einschätzungen zu aktuellen Themen rund um Recht oder Steuer.

Regelmäßiges Bloggen

Einen Blog online zu stellen bedeutet nicht, dass Sie täglich Inhalte liefern müssen. Ein Takt von 1-2 Wochen für neue Beiträge kann durchaus ausreichend sein. Es geht vornehmlich darum, aufzuzeigen, dass die Webseite kontinuierlich gepflegt wird. Darüber hinaus, jeder Blog-Beitrag birgt die Chance, zu weiteren neuen Suchbegriffen gefunden zu werden.

Wenn Sie regelmäßig wirklich hochwertige Inhalte bereitstellen, entstehen zwangsweise mehr Möglichkeiten Links von anderen Seiten zu bekommen, welche sich positiv auf das Ranking Ihrer gesamten Webseite auswirken. Der Fachjargon dazu wäre „Link Bait“ – also Inhalte die dazu verleiten verlinkt zu werden, weil Sie nicht schon zig Mal besprochen wurden. Diese Inhalte machen den gesamten Linkaufbau deutlich einfacher.

Gang und Gäbe bei Webseiten von Anwälten und Steuerberatern ist, dass sie ein paar Grundinformationen enthalten und, wenn sie einmal online gestellt sind, kaum noch aktualisiert werden. Der Blog verhilft Ihnen folglich zu Autorität, da er kontinuierlich zu Ihrem Fachgebiet neue Informationen liefert.

Welche Inhalte gehören in den Blog

Wie bereits weiter oben geschildert, Sie können auftretende Fragen in Ihrem Fachbereich verbloggen, Sie können regionale Geschehnisse mit Bezug zu Ihrem Fachbereich verarbeiten, Sie können sogar prüfen, welche Inhalte bei Ihrem Wettbewerb besonders gut funktionieren und dieses Thema entsprechend aufarbeiten. Dabei ist wichtig, die Inhalte nicht zu kopieren und das Gleiche, nur mit Ihren Worten zu schreiben. Optimieren Sie die Inhalte, seien sie gründlicher und tiefgehender. Bieten Sie echten Mehrwert. Bei der Inhaltsanalyse des Wettbewerbs geht es tatsächlich einzig und alleine darum, neue Denkanstöße zu gewinnen, nicht darum, diese zu kopieren.

Greifen Sie Kommentare aus Fachblogs auf und beantworten gestellte Fragen und, wenn Sie, wie vorgenannt, eine Seite als Denkanstoß nehmen, achten Sie auch dort genau auf die Kommentare, um zu erkennen, wo es dem Artikel an Inhaltstiefe fehlt. Auf diese Weise erstellen Sie bessere Inhalte.

Linkbuilding

Dieser Abschnitt ist einer der wichtigsten überhaupt, da der Aufbau von Verlinkungen einerseits sehr wichtig ist, andererseits aber recht strengen Vorgaben seitens der Suchmaschinen-Betreiber unterliegt. Insbesondere in Bereichen mit starkem Wettbewerb kommt man, will man gute Positionen in den Ergebnislisten erreichen, nicht um Backlinks, bzw. aktiven Linkaufbau, herum.

Gerade im Kanzleimarketing herrscht ein starker Wettbewerb – es ist also elementar, eine entsprechende Strategie für Ihren Linkaufbau zu verfolgen und für Ihre Webseite stimmige Backlinks aufzubauen. Damit dies möglich ist, muss man grundlegend etwas mehr über Backlinks wissen.

Was ist ein Backlink?

Ein Backlink ist ein, von einer anderen Webseite gesetzter, Verweis auf Ihre Seite. Backlinks sind ein wichtiger Faktor um gute Positionen in den Suchergebnislisten von verschiedenen Suchmaschinen zu erreichen – unter anderem auch bei Google. 

Dabei gibt es aber paar Feinheiten zu beachten, denn der Wert eines Backlinks kann durch die Qualität der eigenen Seite gedämpft werden und die Qualität eines solchen Links zu Ihrer Seite ist ebenfalls wichtig im Auge zu behalten. Eine Seite mit wenigen aber dafür hochwertigen Backlinks wird bessere Positionen erreichen, als eine Seite mit vielen weniger relevanten Backlinks. Vorausgesetzt die Optimierung der Seiten selbst sind gleichwertig.

Oftmals liest man noch davon, einfach Links in etlichen Verzeichnissen, PR-Artikeln oder sonstigen Seiten unterzubringen. Dies basiert darauf, dass es früher viel einfacher war und kein Bezug Qualität und Relevanz existierte. Dies hat sich inzwischen deutlich geändert. Heutzutage benötigen Sie Backlinks von hoher thematischer Relevanz.

Was ist ein Link wert?

Das kann man nicht pauschal beantworten und Links lassen sich insgesamt auch nur schwer miteinander vergleichen. Hintergrund dazu ist, wollte man Links miteinander vergleichen, müssten diese auf der gleichen Seite an der gleichen Stelle sein. Da dies natürlich nicht möglich ist, ist jeder Link anderswertig.

Es gibt aber verschiedene Faktoren, die man bei der Bewertung eines Links heranziehen kann.

Do-Follow / No-Follow

Es gibt die beiden Linkarten “Do-Follow” und “No-Follow”, welche sich im ersten Schritt darin unterscheiden, dass der Do-Follow-Link Suchmaschinen das Signal gibt, diesem Link zu folgen und der No-Follow-Link das Gegenteil davon ist – also die Anweisung an die Suchmaschine, diesem Link nicht zu folgen.

Das Resultat ist, dass Suchmaschinen daraus eine Wertigkeit des verlinkten Inhalts ableiten und die auf dieser Basis den so genannten Link-Juice (eine berechnete Form des Linkwerts) an die Zielseite übermitteln oder nicht.

Dies für sich genommen spricht schon dafür, dass man bestenfalls Do-Follow-Links zu platzieren versucht. Dennoch, auch wenn der Link Juice über einen No-Follow-Link nicht transportiert wird, kann ein derartiger Link durchaus Vorteile haben. Er hat Einfluss auf die Ankertext-Diversifikation und kann auch im Rahmen von Markenbildung durchaus Effekte erzielen. Darüber hinaus gehört auch ein gewisser Anteil an No-Follow-Links in ein natürliches Linkprofil.

Ankertexte sind wichtig

Der Ankertext ist der Text, den man anklicken kann, wenn man etwas verlinkt. Werden Bilder verlinkt, so wird dort das alt-Attribut als Ankertext herangezogen (hier wird die Wichtigkeit der alt-Attribute bei Bildern nochmals hervorgehoben!). Da sich aus dem Ankertext ergibt, unter was man den verlinkten Inhalt einstuft und auch Leser anhand dessen entscheiden, ob sie den Link anklicken oder nicht, ist dieser enorm wichtig.

Achten Sie dringend darauf, dass gewählte Ankertexte sich natürlich anfühlen. Ein Link a la „Steuerberater Homburg“ wirkt nicht vertrauenserregend und ist ein so genannter „harter Ankertext“, den Sie bestenfalls nur selten benutzen. Viel natürlicher wäre, in einem ähnlichen Kontext wie bei dem vorherigen Link, beispielsweise „Steuerberater Name aus Homburg. Dies nennt man dann „weichen Anker“ und ist insgesamt eingängiger für den Leser. Dennoch können auch harte Anker sinnvoll sein – aber sie sollte mit Bedacht gewählt werden. Nutzen Sie eher Links, die nicht zu stark auf Ihre Keywords abzielen und gerne auch pure URLs (Bsp.: https://iuriseo.de ) oder auch nur zwecks Markenbildung, den Namen Ihrer Kanzlei (Bsp.: RAe Muster & Partner). Eine Möglichkeit, um den harten Ankern zu entkommen, wären auch themennahe Begriffe aus konkreten Bereichen in denen Sie aktiv sind.

Relevanz und Themennähe

Für Google muss eine Relevanz erkennbar sein. Das bedeutet, Links von Seiten aus dem gleichen oder einem sehr nahen Umfeld sind wertiger als jene, die Inhaltlich keine Schnittmengen mit der Ihren haben. Eine Seite, die viele Links von juristischen Seiten, mit juristischen Ankern wird eher als juristisch relevant eingestuft. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass ein Link vom Bäcker um die Ecke Ihnen schadet, sondern viel mehr, dass andere eben besser sind um Ihre Seite zum juristischen Thema zu stärken. Der Bäcker um die Ecke hilft dennoch Ihrem regionalen Kontext und kann so positive Auswirkungen haben, wenn es um regionale Suchen geht. Der Bäcker zwei Orte weiter allerdings bringt Ihrer Seite überhaupt nichts.

Vertrauen und Autorität

Auch wenn das bereits mehrfach betont wurde, möchte ich es nochmals explizit hervorheben. Webseiten, die auf Ihre verweisen sollten selbst auch bereits einige Links haben – und auch da, bestenfalls aus Ihrem Kontext – um für Sie eine hohe Wertigkeit zu haben. Haben die Sie verlinkenden Seiten bereits selbst passende Links, ist ihre Autorität zum Thema höher und damit für Sie relevanter. Aus den auf die Seite verlinkenden Seiten entsteht ein Vertrauen seitens Google, dass die Inhalte stimmig sind, was sich folglich dann auch auf Ihre Website niederschlägt. Sind es darüber hinaus Seiten, die viele Besucher haben, steigt der Wert nochmals für Sie.

Die verschiedenen Arten von Links

Manuelle Links – sind solche, die von anderen für Sie aufgebaut werden. Also Links, die andere Webmaster in ihren Seiten setzen. Diese werden häufig mittels Outreach-Taktiken und Blog-Posts (wie Gästeposts) in Verbindung gebracht. Diese Links stammen in der Regel von Behörden oder relevanten Seiten und können auch bezahlte Links enthalten.

Natürliche Links – das sind die Verlinkungen, die entstanden sind, ohne dass Sie dafür aktiv wurden. Sie entstehen durch linkwürdige Inhalte und sind die besten Links, die Sie bekommen können, da sie wirkliche Empfehlungen Ihrer Inhalte darstellen. Sie werden, genau wie manuelle Links, von Dritten erstellt. Leider jedoch ist es sehr schwer an diese Links zu kommen, gerade wenn Sie nicht die Zeit oder das Budget haben häufige Fachartikel zu verfassen oder verfassen zu lassen.

Selbsterstellte Links – sind, wie der Name sagt, selbst erstellt. Es Links wie beispielsweise Kommentare unter Blog-Beiträgen, Links in Antworten in Foren oder Foren-Signaturen oder auch in den jeweiligen Profilen. Auch Links in Verzeichnissen gehören zu dieser Kategorie. Bis auf wenige Ausnahmen ist diese Art der Links nicht sonderlich hilfreich und in manchen Fällen sogar nachteilig für die Position in den Suchergebnissen. Dennoch sollte man sich nicht ganz außer Acht lassen und an der richtigen Stelle eingesetzt, sind sie möglicherweise zwar nicht optimierend für Rankings, können aber potenzielle Mandanten bringen.

Welche Art von Backlinks brauche ich

Der elementare Teil des Link Buildings – Link Building-Strategien, die Sie anwenden sollten, um Ihren Rankings in Google zu stärken. Ich zeige Ihnen verschiedene Möglichkeiten um Backlinks zu erstellen, doch es gibt noch einige mehr. Zu Beginn sollten Sie sich aber auf diese konzentrieren, bevor Sie weitere Wege auskundschaften.

Links von Verbänden – Dies sind Links von Websites, die kein Problem darstellen sollten. Dazu gehören z.B. die Webseiten der Steuerberaterkammer oder der Anwaltskammer. Als Teil dieser Kammern sollte es problemlos möglich sein, in deren Mitgliederverzeichnis gelistet zu werden.

Gastbeiträge – Gastbeiträge sind gut geeignet, Autorität aufzubauen und beinhalten das Schreiben von interessanten Inhalten für eine andere Webseite, in der Sie der Gastautor sind. Im Gegenzug erhalten Sie höchstwahrscheinlich einen Link zurück zu Ihrer Website. Wenn Sie eine erweiterte Google-Suche verwenden und etwas wie „Recht/Steuer + „Gastbeitrag“ eingeben, sollten Sie einige Seiten erhalten, die es Ihnen erlauben, im Austausch für einen Link zurück zu Ihrer Website, für sie zu schreiben. Schreiben Sie Inhalte und stellen Sie sicher, dass sie von hoher Qualität sind. Gastbeiträge sind Teil einer ausgezeichneten Link Building Strategie.

Verzeichniseintragungen – Auch die Eintragung in ein Branchenverzeichnis kann eine gute Möglichkeit sein, Links zu Ihrer Kanzleiseite unterzubringen. Achten Sie aber darauf, dass es sich dabei nicht um allgemeine Verzeichnisse, sondern viel mehr um Verzeichnisse aus Ihrer Branche handelt oder zumindest die Möglichkeit bietet, weitere Details anzugeben, sodass die Detailseite ein Mindestmaß an Relevanz für Ihre Branche aufweist. Prüfen Sie weiters, ob diese Verzeichnisse selbst eine gewisse Sichtbarkeit im Internet aufweisen oder einschlägig bekannt sind. Nur wenn das gewählte Verzeichnis thematisch ausreichend stimmig ist und darüber auch Benutzer auf Ihre Seite kommen können, lohnt dort ein Eintrag.

Links auf Grundlage von Sponsorings – Wenn Sie regionale Vereine oder Veranstaltungen sponsoren, erhalten Sie in aller Regel von den Vereins- oder Veranstaltungswebseiten einen Link zu Ihrer Webseite. Sponsoren Sie beispielsweise gemeinnützige Veranstaltungen. ABER, erwarten Sie keinen Link. Das Engagement darf nicht im Zusammenhang mit dem Link stehen. Wird angepriesen, dass Ihre Webseite auf Grund des Engagements verlinkt wird, lassen Sie es – zumindest dann, wenn es um Rankings geht. Ein bezahlter Link muss No-Follow sein (siehe oben), jedoch kann ein solcher Link sich positiv auf Ihre Reputation auswirken!

Stipendien – Stipendienkampagnen eröffnen einen guten Weg, um Menschen zu erreichen und Links von hochwertigen Bildungswebsites zu erhalten. Gleichzeitig fördern Sie damit den Nachwuchs in Ihrer Branche und auch die Reputation Ihrer Kanzlei. Nicht selten werden solche Maßnahmen auf Plattformen wie Social Media, lokalen Zeitungen und vor allem auf College-Websites beworben, wo Sie höchstwahrscheinlich einen Do-Follow-Backlink erhalten. Mittels eines aktiven Outreach, also dem aktiven Anschreiben, können Sie Hochschulen und Universitäten darüber in Kenntnis setzen. Meist sind diese darüber sehr erfreut und bewerben dies auf der eigenen Homepage. Nachteil dieser Form des Linkaufbaus ist, dass er bei Vergabe des Stipendiums dann recht kostspielig sein kann. Dennoch ist es eine Überlegung wert!

Studentenjobs – Ähnlich wie bei den Stipendien ist das Ziel, auf den Universitäts- und Hochschul-Webseiten verzeichnet zu werden. Darüber hinaus gibt es auch viele weitere Plattformen, welche diese Angebote veröffentlichen. Diese Form ist meist etwas günstiger als die Stipendien, da hier ein Gegenwert geschaffen wird. Ist der Student oder die Studentin darüber hinaus im richtigen Fachbereich aktiv, kann dies eine Entlastung und Bereicherung für Ihre Kanzlei bedeuten.

Teilbare Inhalte erschaffen (Infografiken und Outreach) – Insbesondere dann, wenn Sie einen Blog betreiben (siehe oben), ermöglicht dies Ihnen die Chance, dort Inhalte zu publizieren, welche für andere Seiten interessant sein könnten und auf die gerne verlinkt wird. Eine Möglichkeit ist beispielsweise, bestimmte Themen in Infografiken unterzubringen, welche dann geteilt werden und bei denen Ihre Webseite dann als Quelle referenziert wird. Diese Form stellt natürliche Backlinks dar und ist daher eine der besten Möglichkeiten an Backlinks zu kommen. Leider ist es gleichzeitig auch der mitunter arbeitsintensivste Weg und eine Garantie, dass Ihre Inhalte angenommen und verteilt werden gibt es nicht. Gemischt mit Gastbeiträgen allerdings kann es eine Wunderwaffe sein.

Nicht aufhören Backlinks aufzubauen

Da auch der Wettbewerb nicht schläft und Inhalte produziert und Linkaufbau betreibt, ist es wichtig, dass Sie nicht aufhören, sich im Internet präsent zu zeigen und Inhalte produzieren, welche verlinkbar sind und gerne von anderen referenziert werden. Außerdem, und das ist ebenfalls wichtig, beim Linkaufbau geht es nicht darum schnellstmöglich fertig zu sein, sondern eine Kontinuität an den Tag zu legen. Was bringt es Ihnen, wenn Sie nun wie ein Strohfeuer produzieren, welches aber nach kurzer Zeit wieder erlischt? Dies ist auch weit ab von jeglicher üblichen und natürlichen Entwicklung. Steter Tropfen höhlt den Stein und genau das ist es, was Sie wollen. Sie möchten dauerhaft gute Positionen, welche einen gleichmäßigen Zufluss an Mandanten bescheren. 

Messen und Verfolgen von Ergebnissen

Keine SEO-Strategie kann funktionieren, wenn die Resultate nicht gemessen, analysiert und daraus dann Rückschlüsse gezogen werden. Daher ist es besonders wichtig entsprechende technische Voraussetzungen zu schaffen. Immer wieder stelle ich bei Analysen von Kanzleiseiten fest, dass keinerlei Messungen und somit auch keine Erfolgsmessungen vorgenommen werden. Nicht selten ist die Webseite ein digitales Asset, dem keinerlei Beachtung geschenkt wird.

Je umfassender und genauer alle Interaktionen mit Ihren Inhalten gemessen werden, desto besser kann man auf notwendige Veränderungen eingehen oder etwaige Traffic-Kanäle überhaupt erst sauber bedienen. Es gibt, gerade für die eigene Kanzlei-Webseite einige Messmethoden, welche einfach implementiert werden können. Eine der einfachsten und effektivsten ist die Verwendung von Google Analytics.

Einrichten des Website Traffic Tracking - Google Analytics

Google Analytics ist eine kostenlose Software, die Webmastern ermöglicht, viele verschiedene Aspekte ihrer Website verfolgbar und messbar zu machen. Es ist sehr einfach, ein Konto zu erstellen und Ihre Website entsprechend einzurichten. Auf die konkrete Einrichtung von Google Analytics gehe ich an dieser Stelle nicht ein, da es bereits unzählige Tutorials hierzu gibt.

Anrufverfolgung einrichten

Optimal ist es, wenn Sie die Auswirkungen Ihres Online-Engagements auch am Telefon messbar machen. Hierzu gibt es verschiedene Dienste, die das so genannten Call-Tracking anbieten. So haben sich nicht selten schon verschiedene Maßnahmen, Online wie Offline, als unnütz herausgestellt und konnten damit eingestellt werden und Geld sparen. Gerade im Offline-Bereich sind jedwede Werbeaktivitäten nicht selten recht teuer und der Effekt lässt sich kaum nachvollziehen.

Ob Sie nun mit nur einer Rufnummer arbeiten oder mehrere verschiedene Rufnummern nutzen, kommt darauf an, wie granular Sie das Call-Tracking wünschen. Es ist aber in jedem Fall darauf zu achten, dass das Verwenden von speziellen Nummern auch Probleme nach sich zieht. So wird das optimale Einrichten von eines im Netz homogenen NAP (siehe oben) deutlich erschwert, bzw. sogar unmöglich gemacht, was wiederum im regionalen Kontext nachteilige Auswirkungen hat.  

Einrichten der Messung von Kontaktformularen

Denken Sie daran, auch Ihre Kontaktformulare auf der Webseite zu messen. Dies ist ebenfalls über Google Analytics möglich und stellt keinen Mehraufwand dar. Sollten Sie noch kein Kontaktformular haben, sollten Sie sich im Klaren sein, dass es Besucher gibt, die zwar ein solches Formular nutzen, Sie aber weder anrufen, noch eine E-Mail verfassen – diese Kontakte verschenken Sie!

Positionsmessung Ihrer Keywords

Abschließend ist es wichtig, Ihre Keywords in den Suchergebnislisten der Suchmaschinen zu verfolgen. Dies gibt Ihnen Aufschluss darüber, ob Ihre Inhalte ausreichend sind. Keywords zu denen Sie eine Top-Platzierung wünschen sollten hierbei besonders im Fokus stehen und regelmäßig auf Schwankungen geprüft werden, da die Ergebnislisten einem stetigen Wandel unterliegen. Ursachen liegen in Verlinkungen und Inhaltsveränderungen auf der eigenen sowie der Webseite des Wettbewerbs oder auch Veränderungen der Bewertungen seitens der Suchmaschinen selbst.

Da dies manuell nahezu unmöglich ist, gibt es einige Werkzeuge, die Sie hierfür heranziehen können. Ich möchte mich nun nicht auf eines versteifen und lege Ihnen daher eine Suche nach beispielsweise „Rank Checker“ nahe.

Schlusswort

Der vorliegende Leitfaden ist der erste Schritt, um künftig (mehr) Besucher auf Ihre Kanzleiwebseite zu bekommen und somit eine Chance auf mehr Mandanten. Inzwischen ist Suchmaschinenoptimierung auch für Rechtsanwälte und Steuerberater ein wichtiger Bestandteil des Kanzleimarketings geworden und wer dies vernachlässigt wird mittelfristig den Anschluss im Online-Bereich verlieren. Lassen Sie es nicht soweit kommen und werden Sie diesbezüglich aktiv!

Sollte der Leitfaden Fragen offenlassen, scheuen Sie nicht, mich zu kontaktieren. Gerne gebe ich Ihnen Auskunft darüber, wie Sie etwaige Schritte angehen müssen oder auch wie ich Ihnen bei der Umsetzung behilflich sein kann.